Trainings für VErhandlungen und Funktionen
Wir wissen, was wir wollen und haben unsere Argumente gut vorbereitet. In der Verhandlung scheitern wir dann, weil wir nicht durchkommen, unser Gegenüber nicht auf uns eingeht oder einfach die Machtposition nutzt, um uns auflaufen zu lassen. Wie können wir damit umgehen, wie die Verhandlung für uns zu einem guten Ergebnis führen? Was passiert hinter den ausgetauschten Worten?
Mit Reflexionen über eingeübte Verhaltensweisen in machtungleichen Settings, über Körpersprache und Kommunikationsverhalten nähern wir uns diesen Fragen. Ziel ist es, Verhandlungssituationen einschätzen und damit gut vorbereiten zu können. Es geht dabei, von der emotionalen, persönlichen Reaktion in eine strukturelle Betrachtung zu kommen. Darüber hinaus wird reflektiert, in welchen Gesprächsabläufen oder Reaktionsmustern, Verhandlungssituationen besser abgebrochen werden und wie dies sachlich und professionell möglich ist.
Gemeinsam mit Ulrike Eigenbauer-Stein
In Funktionen haben wir ganz bestimmte Rollen. Wir sind eigenen und fremden Erwartungen ausgesetzt. Wir müssen uns manchmal durchsetzen, im Rahmen unserer Funktionen Inhalte weitergeben und verteidigen, oft auch als Einzelkämpferinnen. Politisches und zivilgesellschaftliches Engagement oder die Arbeit in einem Betriebsrat / einer Personalvertretung führen mitunter zu Stress und Überforderung. Viele Aufgaben und Anliegen kommen auf uns zu, die Zeit ist immer knapp. Ziel in diesem Workshop ist die Reflektion von Eigen- und Fremdansprüchen an uns in der Funktion und als Frauen. Gut mit sich selbst umgehen und eigene Regeln aufstellen, um eine etwaige Überforderung zu vermeiden ist ebenso Inhalt, wie diese Regeln und Vorsätze mit dem Gegenüber auszuhandeln und umzusetzen.
Gemeinsam mit Ulrike Eigenbauer-Stein
Gleichstellung und Partizipation, Anti-Diskriminierung und Gleichbehandlung sind ausgesprochen und auf der Organisationsebene verankert. Frauen*- und Gleichstellungspläne gehören zur Organisationskultur. Und trotzdem wirken Genderframes im täglichen Umgang miteinander weiter. Warum ist das so und was macht es so schwierig? Ein Ansatz dazu ist, dass wir alle in Frames leben, die wir aufbrechen und hinterfragen müssen. Und neu gestalten.
Was sind Genderframes und wie funktionieren sie? Warum werden sie wieder verstärkt sichtbar? Was hat die mit Rechtspopulismus und Rassismus zu tun? Ziel des Workshops ist sich mit diesen Fragen praxisnah auseinander zu setzen und dabei auch einen Rückgriff auf theoretische Konzepte und Strukturen zu werfen.
Generisches Maskulinum, das.
Schon im Lateinunterricht verwirrend, im Deutschen vereinnahmend.
Trotz vieler, oft undeutlich gemurmelter -innen, nicht abgeschafft, nicht verschwunden, beharrlich verteidigt in belehrender männlicher Gegenrede. Das Privileg tropft daraus, wie eine Selbstoffenbarung.
Bei anderen tief eingeschrieben, gebrannt in den Sprachgebrauch. Unreflektiert aus Gewohnheit, Sprache ändert sich, hier zeigt sie ihren Beharrungscharakter.
Verunsicherung, Klarstellung durch Pause und Visualisierung der Binnen-Sternchen-Unterstriche, nur nicht aus Versehen unter das Andere subsumieren,
wo kämen wir denn da hin.
Gegenbewegung verebbt, weil nicht angenommen, zum Vorschreiben fehlt der Mut oder die Mehrheit. Und so zementiert sich die Geschlechterdifferenz in die Erwartungshorizonte, Möglichkeitsräume und ganz tatsächlichen Chancen, in die Existenzgrundlage, in das Leben.
Von Frauen.
Veronika Litschel 2022
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